Festkolloquium anlässlich des 10-jährigen Bestehens des VINI am 19.11.2004

Begrüßungs- und Eröffnungsreden:

Am Freitag, den 19.11.2004, fand anlässlich des 10-jährigen Bestehens des „Vereins Iranischer Naturwissenschaftler und Ingenieure in Deutschland e.V.“  (VINI)  ab 18:30 Uhr eine Veranstaltung in der TU Berlin statt. Über 150 iranische und deutsche Gäste  trafen sich hier mit Mitgliedern des VINIs. Die Gäste waren überwiegend Professoren und Ingenieure aus verschiedenen wissenschaftlichen, technischen und industriellen Bereichen. Einige Persönlichkeiten aus der Medizin und der Kunst waren ebenfalls anwesend.

Das Programm  begann mit der Begrüßung  der Gäste durch den Vorsitzenden des Vereins, Prof. Dr. Kanani. Er begrüßte insbesondere die Gäste, die aus  anderen Städten wie München, Hamburg, Rostock, Chemnitz, Freiburg und Wien zu diesem Zweck nach Berlin gereist waren. Bei seinen Ausführungen bedankte sich Herr Prof. Kanani bei den beiden Unternehmen Atotech und OTB, die durch ihre großzügigen Spenden die Durchführung dieser Veranstaltung ermöglicht hatten.

Die Eröffnungsrede wurde anschließend von Herrn Prof. Dr. J. Steinbach, Vizepräsident der TU Berlin, gehalten.  Er verwies dabei auf die spezielle Lage Irans, den schnellen Bevölkerungswachstum in diesem Lande und die Begabungen und große Erfolge iranischer Jugend in den Universitätsstudien. Er bekräftigte, dass die TU-Berlin versucht, mit Hilfe von Kontakten zu den iranischen Universitäten, die Bedürfnisse der universitären Einrichtungen im Iran zu ermitteln und entsprechende Kooperationen mit technisch-wissenschaftlichen Institutionen des Landes in Gang zu setzen.

Anschließend hat Herr Dr. Shahrooz Mohajeri, Mitglied des VINI-Vorstandes,  in einer Rede die Aktivitäten des VINIs in den letzten 10 Jahren kurz dargestellt. Er verwies dabei auf die zahlreichen vom VINI organisierten Vortrags- und Seminarveranstaltungen, wissenschaftlichen Veröffentlichungen (Gahname) und zuletzt auf die aktive Mitarbeit des VINIs bei der Spendensammlung für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Bam / Iran. Die bei der Aktion gesammelten Gelder wurden zum Bau eines Teils von einem Kinderheim für elternlose Kinder in Bam verwendet.

Herr Dr.-Ing. H.-L. Dienel, Geschäftsführer des Zentrums Technik und Gesellschaft der TU-Berlin, Ehrenmitglied des Vereins und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des VINIs ergriff dann das Wort. Er erinnerte an die langjährige Zusammenarbeit seines Zentrums mit VINI  und betonte die wertvollen Aspekte der iranischen Kultur, aus denen die deutsche Gesellschaft einiges lernen könnte. „VINI sei ein gutes Beispiel von Integration der ausländischen Mitbürger. Hier arbeiten Menschen aus beiden Kulturen beispielhaft zusammen“ sagte er.

Anschließend hat H. Soppert, Geschäftsführer von p2m Berlin GmbH,  den Anwesenden Informationen über die Zusammenarbeit von Deutschland und Iran im Bereich der Wasserversorgung und sehr interessante Statistiken über den Wasserverbrauch in Teheran mitgeteilt.

 Fachvorträge:

Im Rahmen der Fachvorträge haben vier iranische Experten, von denen drei Mitglieder des VINIs sind,  aus ihren jeweiligen Fachgebieten für die Allgemeinheit interessante Themen wie folgt vorgetragen:

  1. „Stand der Mikroschweißtechnik (Bonden) in der Halbleiterindustrie“
    Herr Dr.-Ing. F. Farassat, Geschäftsführer von F&K Delvotec Bondtechnik GmbH, Ottobrunn
  2. „Gasphasenreaktionen kleiner Goldcluster in einer Oktopol-Ionenfalle“
    Frau Dipl.-Phys. M. Stibenz (Elijazifar), TU Berlin
  3. „Konvergenz in drahtlosen Kommunikationsnetzen: Netze der 4. Generation”
    Herr Prof. Dr.-Ing. habil. Dj.  Tavangarian Lehrstuhl für Rechner-Architektur der Universität Rostock
  4. „EDV-gestütztes Risikomanagement in der Ver- und Entsorgungswirtschaft“
    Herr Dr. H. Saberi, Geschäftsführender Gesellschafter von uve GmbH für Managementberatung, Berlin

In den  Pausen zwischen den Eröffnungs-  und den Fachvorträgen haben Herr Fouladvand Improvisationen auf dem Musikinstrument Santour und Herr Fazli Melodien auf dem Instrument Ney vorgespielt. Die Künstler erhielten großen Zuspruch von den Gästen.

Es war geplant, dass weitere anwesende Künstler, darunter die Herren Abbasi und Roshandel und Frau Sabine Schiefer-Samide, auf Mandoline, Gitarre und Violoncello ebenfalls Stücke vorspielen. Leider konnten aus Zeitmangel  diese Künstler ihre Darbietungen nicht mehr  ausführen. Der Vorstand des VINIs bedauert diesen Umstand und bittet diese Künstler um Entschuldigung. Er bedankt sich herzlich bei diesen Künstlern für Ihre Bereitschaft, bei dieser Veranstaltung aufzutreten.

Gäste, Empfang:

Nach dem Abschluss der Vortragsreihe wurden die Anwesenden mit iranischem Essen bewirtet. Dabei konnten die Gäste sich in einer ungezwungenen Atmosphäre unterhalten und über die Zusammenarbeit von deutschen und iranischen Wissenschaftlern diskutieren.

Die Organisation des Essens und des Büffets wurden vom Restaurant „SARAY“ unter der Leitung des Herrn Said Sanatpour übernommen, der diese Aufgabe hervorragend gemeistert hat.

 Vertreter einiger Medien waren ebenfalls anwesend und konnten über dieses Festkolloquium berichten (Siehe Bericht Keyhan). Die Veranstaltung ging um Mitternacht zu Ende.